Unser Angebot

Unterstützendes Programm

Bestandteil aller von uns angebotenen Kurse sind unter anderem:

  • Täglich geführte Wanderungen
  • Yoga, Atem- und Entspannungstechniken
  • Meditation
  • Fastenunterstützende Ausleitungen ( z.B. Fußbäder nach Dr. Jentschura)
  • Gesprächskreise und Vorträge zu den Themen:
  • Ernährung, Gesundheit, Bewegung, Entspannung und Verhaltensänderung
  • Vorbereitung für die Aufbauzeit
  • Einzelberatung bei Bedarf
  • Für alle, die nicht fasten dürfen / möchten, wird eine reduzierte Basenkost/Früchtefasten angeboten. In der Regel nehmen die Häuser 10 € je Tag
  • Zu allen Fastenkursen kann auf Wunsch der Teilnehmenden ein Malangebot eingerichtet werden

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"Fastenundgeniessen-Post“

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Sag niemals nie…

Liebe Anne - nun habe ich mich also gerade bei Dir zum 5. Mal, für 2 Wochen hintereinander, zum Fasten auf Spiekeroog angemeldet, ich, die ich immer gesagt habe, dass ich niemals Geld dafür bezahlen würde, nichts zu essen zu kriegen! (Wie auch eine junge Kollegin, die gerade zuhause fastet und dabei auch noch den ganzen Tag arbeitet. Habe ich in jungen Jahren auch mal gemacht, war auch ganz okay, ob es aber gesund war? Zumindest nachträglich habe ich da so meine Zweifel.
Nicht, dass es nicht auch beim angeleiteten Fasten mal Krisen und auch etwas größere Unpässlichkeiten geben würde. Da ist es jedenfalls sehr hilfreich und beruhigend, jemand Kompetentes an seiner Seite zu haben, die oder den man fragen kann. Die weiß, was jetzt sinnvoll ist, zu tun oder auch nicht zu tun, letzteres ist manchmal noch wichtiger.
Insgesamt habe ich das Gefühl, die Probleme beim Fasten werden weniger, bestimmt auch, weil ich seit dem ersten Mal sehr viel bewusster esse, natürlich mit „Ausreissern“ s.u. Insgesamt merke ich, wie ich im normalen Leben profitiere, von den sanften Yogaübungen aber auch von bestimmten Erinnerungen an Erfahrungen aus der Fastenwoche, die ich in der Hektik des Alltags nicht hätte machen können.

GästehausNun freue ich mich also jetzt schon auf den März, wenn Du uns mit einem „Haus Klasing-Schild“ am Hafen erwarten wirst – wir, den Gepäckkarren fest im Griff ( ich finde das ist ein Muss) über den Deich zu diesem Haus gehen, das schon vom Festland aus so gut sichtbar ist, eingebettet in die Dünen, in dem wir vom Ehepaar Klasing sehr freundlich empfangen werden.
Der hohe holzgetäfelte Raum, ein kleiner Tanzsaal eher, mit breiter elegant geschwungener Holztreppe, ein angrenzendes gemütliches Kaminzimmer- schnell sind die Koffer hochgebracht: die Zimmer gemütlich, warmes Holz, schöne Farben und alles naturbelassen, im Haus biologisch gewaschene Bettwäsche, die Haut freut sich schon auf heute Nacht!
Nun aber ein Blick auf`s geliebte Wattenmeer, zu dieser Jahreszeit kehren die ersten Zugvögel zurück, der Schrei der Austernfischer begrüßt uns, wenn wir am Abend über die Dünen zum Strand gehen.

Dann gibt es noch etwas Gemüse zu essen, wir tauschen uns aus über die Vorbereitung auf das Fasten, manche ganz korrekt und konsequent, andere (so auch ich) haben ein schlechtes Gewissen wegen des letzten Tortenstücks oder leckeren Krabbenbrötchens, das im Hafen noch rasch gegessen werden wollte…Du trägst es mit Fassung, obwohl klar ist, dass unser Stoffwechsel eine bessere Vorbereitung verdient hätte. Die Konsequenzen müssen wir ja ohnehin selber tragen. Also, dieses Mal verinnerliche ich: kein tierisches Eiweiß in der Woche vor dem Fasten, danach frühestens am 4.Tag (auch wenn der Fischladen in Harlingersiel uns von etwas anderem überzeugen will!)!! Manche müssen`s eben öfter hören.

Und so erklärst Du geduldig, aber angenehm dosiert, wie das denn alles so funktioniert.

Zunächst aber: „Glaubern“ am nächsten Morgen – hoch die Weizenbiergläser mit diesem trüben Nass, das unsere Gedärme rasch entlasten wird, so dass wir uns auf das Eigentliche konzentrieren können: Yoga, Leberwickel, Abwaschungen und Abreibungen, Einläufe (don`worry, ganz easy), alles, um den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen, last not least: wohldosierte Wanderungen.
Besonders genussvoll der frühe Weg (7 Uhr 15) durch die Dünen zum Yogaraum, ganz frisch die Insel, manchmal gehen wir schweigend, ein Elsternkopf schaut vorwitzig aus dem Dünenschopf, mal erschreckt uns ein schlagender und kreischender Fasan, ansonsten Wind und das Rauschen des Meeres.
Wohltuend deine Einladung: ihr müsst gar nichts sein, nicht klug, nicht witzig und nicht schön. Lasst einfach zu, was kommt.

Schlafen, ein Gläschen Saft (Gemüse oder Obst), manchmal war es mittags so warm, dass wir uns eingepackt vor die warme Backsteinwand legen konnten und die Sonne genießen – oder einfach das Zimmerfenster öffnen – das Rufen der Graugänse, das heimelige Tuten der Fähre – ich fühle mich wie in einer Babywiege.

Da nicht alle Heilfasten sondern manche auch Basenkost bekommen, werfen die HeilfasterInnen (Männer sind ja in der Minderzahl, aber es gibt sie!) neugierige Blicke auf köstliche, liebevoll arrangierte Salate oder den wohlduftenden morgendlichen Hirsebrei. Auch ein willkommener Anlass, alle möglichen Köstlichkeiten zu beschreiben, die man jetzt essen könnte (pure Lust, kein Hunger!), gleich mal Rezepte austauschen für die Zeit danach. Manchmal bremst Du dann unsere Phantasien, denn eigentlich ging es doch hier um was ganz anderes, oder???

Warum sind wir eigentlich hier? Viele von uns wollen abnehmen und einen Ausgangspunkt finden, wieder gesünder zu essen oder insgesamt gesünder zu leben. Haben schon die Erfahrung gemacht, dass Fasten die Gelenkschmerzen verschwinden ließ, wir uns leistungsfähiger fühlten. Jetzt haben wir ganz tolle Vorsätze, da manches seit dem letzten Fasten auf der Strecke blieb – und du betonst in unseren täglichen 90minütigen Meetings zu einzelnen Aspekten des Fastens und der Ernährung, wie wichtig es ist, sich nicht zuviel vorzunehmen, weil der Rückschlag dann vorprogrammiert ist. Aber auch: sich selbst zu loben, für kleine Fortschritte, die wir gemacht haben.
Was mir an Deiner Begleitung so gefällt: dass Du uns nie etwas aufdrängst, auch beim Yoga nicht, sanft aber konsequent, zu vielem eine Rat wissend.

Das schönste Kompliment aber machte Dir, finde ich, ein gestandener Mann aus unserer Gruppe, ich nenne ihn Hans.
Wir saßen in der Abschlussrunde und erzählten von unseren Erkenntnissen und Empfindungen zu dieser Fastenwoche. Hans hatte die Woche von seiner Frau, die auch teilnahm, zu Weihnachten geschenkt bekommen. Insel, alles wunderschön, aber erst zwei Wochen vor Reiseantritt hatte er davon erfahren, dass er fasten solle, heilfasten sogar, d.h. nix essen. Was er sofort kategorisch verweigerte. Auf Basenfasten konnte er sich dann schließlich einlassen. Und so aß er schweigsam und genügsam seinen Hirsebrei und den Salat.
Als nun die Runde an ihn kam, sprang er auf und sagte, er müsse uns mal eben was zeigen. Kehrte zurück mit einer großen Tüte, die er vor sich auf den Boden entleerte. Was da herauspurzelte war erstaunlich: nicht so sehr die zwei Äpfel, nein, eher die mannigfachen Cracker, Chips und der Analogkäse aus der Flasche. Unangetastet! Er strahlte! Wir lachten etwas fassungslos, auch seine Frau. Er war für alle Notfälle gerüstet gewesen und hatte nichts gebraucht. Es hatte ihm geschmeckt, er war satt geworden und es hatte ihm gutgetan!! Yes! Und er hat was gelernt, betont er, und das will er umsetzen!

seehundUnd so freue ich mich schon jetzt auf all die anderen kleinen Kostbarkeiten, die Gespräche und kleinen Erlebnisse mit den anderen TeilnehmerInnen, die Massagen, die Wanderung mit „unserem“ Spiekerooger Vogelkundler Edgar Schonart, das immer wieder veränderte Licht über Insel und Meer, manchmal still und traumverloren die Dünen im Morgennebel, ein Seehund am Strand, dann wieder der strahlend blaue Himmel über der weißen Gischt der Wellen. Also dann: bis zum nächsten Jahr und: herzlichsten Dank von Dagmar

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„Fasten und Genießen“ vom 01. bis 08. März auf Spiekeroog

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Da war es nun -  mein Weihnachtsgeschenk von meiner lieben Frau. Fasten und Genießen – als wenn das zusammen passen könnte, ……. dachte ich, aber es passt ! Am Donnerstagnachmittag kam ich als erster im Hause Klasing an !  Wir waren schon ein dutzendmal auf Spiekeroog im Urlaub, aber bei Klasings war ich noch nie. Um kurz vor 19Uhr kamen dann die anderen „Gestalten“ durch den dicksten Nebel mit der Spätfähre – Oh Gott, fast nur Frauen und dann noch alle deutlich älter als ich. Mit dieser Truppe sollte ich nun fasten.  Yoga statt Joghurt – Einlauf statt Auflauf – Laufen statt Fernsehen – und das Ganze ohne Essen – na Mahlzeit. Der erste Tag mit Glaubern und Abführen war ungewohnt, aber dennoch leicht überstanden. Schnell merkte ich, dass die Gruppe und das gemeinsame Tun sehr hilfreich waren. Ich bekam Tipps von „alten Hasen“, die notwendige Zuwendung die ein Mann gerne in Anspruch nimmt und natürlich fachkundige Anleitung von unserer Anne. Schnell merkte ich, das Essen nur ein Teil des Lebens ist, der „völlig überbewertet“ und andererseits oft gar nicht richtig wahr genommen und genossen wird. Die Tage gingen schnell dahin, kein Heißhunger, keine Bauchschmerzen, keine großen Versuchungen – auch wenn Essen immer doch in unseren Gesprächen ein Thema war. Ich lernte viel über mich, meine Ernährung und begann, mich von hieraus mal aus der Entfernung zu betrachten. Auch wenn ich nicht alles ändern werde, weil ich es nicht will oder kann, - diese Woche hat mir sehr geholfen, durch eine andere Sicht der Dinge über vieles nach – und damit auch anders zu denken. Viele gute Anregungen für den Alltag habe ich mitgenommen, und ein paar direkt umgesetzt. Naja zuhause waren nicht alle begeistert – aber das muss ja kein schlechtes Zeichen sein.

Ich sage allen Mitfastern ganz lieben Dank für eine tolle Woche, die gerade auch wegen der „Entbehrungen“ sehr erholsam war ! Danke, dass ihr mich mit getragen und ertragen habt. Dir liebe Anne wünsche ich für die Zukunft alles Gute und wünsche Dir noch viele erfolgreiche Fastenkurse auf Spiekeroog. Bedanken möchte ich mich auch bei den Eheleuten Klasing, die uns in dieser Woche ein schönes und gemütliches Zuhause gegeben haben.

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Auf ein Wiedersehen

Euer Thomas

 

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Archiv der „Fastenundgeniessen-Post“


Zurück von der Insel

 

"Tue Deinem Leib Gutes, damit Deine Seele gerne darin wohnt"

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Dieses war der Leitspruch der Teilnehmenden der beiden Fastenwochen auf Spiekeroog im März 2010. Viele spürten bei sich schon seit längerem:

„Eigentlich bin ich ganz andersich komme nur nicht dazu“

Mit diesen Themen befassten sich die Gruppen sehr intensiv :

Natürlich darf es auch mal Schokolade und Rotwein sein.

Aber schnell drängten sich auch andere Gedanken in den Vordergrund;

Wie zum Beispiel:

„Mein Körper soll das Sagen haben.

Wenn er müde ist, will ich schlafen.

Mit Yogaübungen will ich meine Rückenschmerzen besänftigen und zur Ruhe kommen.

Mir andere Belohnungen für harte Tage ausdenken als Pizza, die meinen

Magen als Käseklumpen in die Tiefe zieht.

Oder gleich die harten Tage ändern.

Jeden Morgen nehme ich mir Zeit, um zu mir zu kommen.

Was brauche ich?

Was brauche ich nicht?

Was tut mir gut? Und was nicht?

Es wird das erste Mal sein, dass mein Vorsatz sich nicht in eindeutigen

Regeln manifestiert.

Meine Regel soll hinhören sein.

Ich will das höchste Gebot üben.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Ich beginne mit dem, was eigentlich selbstverständlich ist:

mit mir.

Ein Rendezvous- im wahrsten Sinn des Wortes.

Ich treffe mich.

Ich nehme mir ein Herz – mein Herz.“

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Sehr gut gelang das in der besonders ruhigen und wohltuenden Atmosphäre des Gästehauses Klasing inmitten der Dünen, beim Sich Aussetzen von Wind und Wellen , durch gut reflektierte Gespräche, aber auch durch Yogaübungen und Meditation.

Wertvolle Erfahrungen, die Lust gemacht haben, das bewusste Leben weiterhin zu entwickeln

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  A t e m d e s M e e r e s  

Ebbe und Flut

Enthüllen und Verhüllen

Schenken und Zurückerobern

Der Ozean gibt seinen Anspruch auf den Küstensaum für eine Zeitlang auf, um erneut nach den Ufern zu greifen.

Langsam und unabwendbar steigt das Wasser an.

Kaum eine Naturgewalt ist so eindrucksvoll und sanft zugleich wie der Gezeitenwechsel

Ein faszinierendes Schauspiel,

hervorgerufen durch die Anziehungskräfte von Sonne und Mond.

Ich lerne von den Rhythmen des Meeres,

fange an zu pendeln zwischen

Einkehr und Rückkehr

Chaos und Ordnung..

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